Achille Mbembe, ein kamerunischer Historiker und Philosoph, argumentiert, die Vorstellung, Demokratie sei mit Afrika unvereinbar, sei falsch. In einem Interview mit Le Monde spricht er über die demokratischen Perspektiven des Kontinents vor dem Hintergrund seiner Geschichte und der aktuellen globalen Herausforderungen.

Mbembe, der die Foundation for Innovation for Democracy leitet, sagt, in mehreren afrikanischen Ländern habe es erfolgreiche Machtwechsel gegeben. Den „langen Zyklus der Tyrannei“ des Kontinents, der durch die Kolonialzeit verstärkt wurde, hält er jedoch für längst nicht beendet.

In dem Interview geht es außerdem um den Aufstieg des Konservatismus und die zunehmende Wahl rechter bis rechtsextremer Parteien in liberalen Demokratien Europas und der Vereinigten Staaten. Diese Entwicklungen werden neben Fragen zur Zukunft der Demokratie in Afrika betrachtet. Der vorliegende Text gibt einen Überblick über die Diskussion, enthält jedoch nicht die vollständigen Antworten des Interviews.

Quellen: Le Monde International.