Harry Kane kam am Montag zur Pressekonferenz in Madrid und nahm weiterhin Glückwünsche entgegen, nachdem er zum besten Fußballer der Welt ernannt worden war. Am Vorabend von Bayern Münchens Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid galt die unmittelbare Sorge des Klubs jedoch der Zahl der nicht verfügbaren oder fraglichen Spieler.

Kane sagte, die vergangenen Tage seien „ein bisschen eine Achterbahnfahrt“ gewesen, und räumte ein, dass er nicht wisse, wer im Angriff beginnen werde. Bayern muss auf Jamal Musiala und Luis Díaz verzichten, während Ismael Saibari und Serge Gnabry nach dem 2:2-Unentschieden gegen Borussia Dortmund am Samstag zur Verletztenliste hinzukamen.

Sportdirektor Max Eberl sagte, Saibari werde wegen eines Syndesmoserisses im Sprunggelenk drei bis vier Monate ausfallen. Gnabry, der eine Muskelverletzung hat, wird voraussichtlich bis Weihnachten nicht zur Verfügung stehen.

Auch Vincent Kompany fehlt wegen einer Reizung der Hirnhaut. Sein Ersatzmann Aaron Danks lehnte es ab, die Aufstellung zu verraten. Nathaniel Brown und Lennart Karl gehören zu den Kandidaten für die Zehnerposition, obwohl Danks andeutete, dass auch andere Optionen geprüft würden.

Manuel Neuer und Michael Olise nahmen am Abschlusstraining teil, doch Danks ließ offen, ob einer von ihnen beginnen könne oder stattdessen von der Bank eingesetzt werde.

Kane sagte außerdem, Bayern sei nach einem weiteren positiven Gespräch „extrem nah“ an einer Vertragsverlängerung mit ihm. Er fügte hinzu, dass die Bekanntgabe hoffentlich in den nächsten Tagen erfolgen könne.

Im Hinblick auf Atlético lobte Danks die Entwicklung der Mannschaft von Diego Simeone. Obwohl die spanische Mannschaft weiterhin für ihre Physis, Intensität und defensive Stärke bekannt ist, sagte Danks, sie sei auch im Ballbesitz sehr stark geworden. Kane fügte hinzu, dass Atlético eine gefährliche Offensivmannschaft sei.

Nach zwei Unentschieden strebt Bayern einen Sieg an, der die Chancen verbessern würde, die Ligaphase unter den besten acht Mannschaften abzuschließen und die Play-offs zu vermeiden. Danks wies die Annahme zurück, dass dadurch übermäßiger Druck entstehe, und verwies darauf, dass Paris Saint-Germain zuvor die Champions League gewonnen habe, ohne unter den besten acht Mannschaften zu landen.

Quellen: Süddeutsche Zeitung.