Das BSI hat Politiker in Deutschland vor möglicher Spyware auf ihren iPhones gewarnt. Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) bestätigte die Warnung in der Sendung „Bericht aus Berlin“. Er sagte, Apple habe darauf hingewiesen, dass bestimmte Geräte möglicherweise mit Spyware kompromittiert worden seien. Laut Wildberger reagierte das BSI sehr schnell und informierte die Betroffenen. In den Mitteilungen wurde auch erklärt, was die Nutzer als Nächstes tun sollten.

Wildberger sagte nicht, welche konkreten Geräte oder Angriffe betroffen waren. Er sagte, weitere Details seien derzeit Spekulation. Er sagte auch, er sehe keinen notwendigen Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz, und merkte an, dass Spyware auf Smartphones seit einiger Zeit existiere. Dennoch bezeichnete er den Vorfall als besorgniserregend.

Spyware ist Schadsoftware, die ohne Wissen oder Zustimmung des Nutzers auf Smartphones oder Computern installiert wird. Sie kann Nachrichten, Fotos, Standortdaten und Tastatureingaben lesen und je nach Software auch auf Anrufe oder das Mikrofon zugreifen. Sie kann auf Geräte über manipulierte E-Mail-Anhänge, gefälschte Links oder Software-Schwachstellen gelangen. Sogenannte Zero-Click-Angriffe können ein Gerät infizieren, ohne dass der Nutzer auf einen Link klickt oder eine Datei öffnet.

Solche Software wird nicht nur von Kriminellen oder Stalkern verwendet; auch staatliche Akteure setzen sie zur gezielten Überwachung ein. Das Ausmaß des aktuellen Vorfalls und wer hinter den Angriffen stehen könnte, bleiben unbekannt.

Quellen: Der Spiegel.