Die Kühlsysteme eines Supermarkts in Reisbach im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau sollen sich auf 50 Grad erhitzt haben, sodass ein Großteil der gekühlten Lebensmittel im Laden nicht mehr sicher aufzubewahren war. Der Betreiber vermutet, dass ein Cyberangriff den Vorfall verursacht haben könnte, wie aus einem Beitrag auf der Facebook-Seite des Supermarkts hervorgeht. Die Polizei hat diese Erklärung nicht bestätigt.
Der Betreiber erklärte, moderne gewerbliche Kühlsysteme seien üblicherweise mit dem Internet verbunden. So könnten sie rund um die Uhr überwacht werden und das Personal werde benachrichtigt, wenn Probleme aufträten. Foodsharing sammelte noch verwertbare Lebensmittel ein, doch der Großteil der gekühlten Waren musste entsorgt werden.
Das Polizeipräsidium Niederbayern ermittelt und wird sich laut einem Sprecher mit Behörden in anderen Ländern abstimmen. Die Polizei hat bislang keine weiteren Einzelheiten mitgeteilt und nicht bestätigt, dass ein Cyberangriff den Vorfall ausgelöst hat, der sich Berichten zufolge in der Nacht auf Montag ereignet hat.
Der Supermarkt teilte mit, dass die Regale am Dienstag voraussichtlich wieder mit frischen Waren aufgefüllt würden. Ähnliche Angriffe auf Supermärkte wurden zuvor bereits aus Frankreich, Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden gemeldet.
Quellen: Der Spiegel.