Supermärkte in Belgien und Schweden waren Berichten zufolge von Cyberangriffen betroffen, die ihre Kühl- und Gefriersysteme beeinträchtigten. In Belgien gehörten Geschäfte von Delhaize, Carrefour und Spar zu den betroffenen Märkten; bislang seien rund 20 Anlagen betroffen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Kühltechnik-Anbieter Sabcobel.

Die gemeldeten Auswirkungen in Belgien sind derzeit erheblich geringer als bei einem ähnlichen Angriff in Frankreich Mitte des vergangenen Monats, von dem rund 150 Geschäfte betroffen waren. Sabcobel erklärte, die Systeme seien aus der Ferne in den Abtaumodus geschaltet worden, wodurch die Temperaturen gestiegen seien. Das Unternehmen begann nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden Stephan Moelans, ab 1 Uhr morgens Techniker zu mobilisieren, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Auch schwedische Supermärkte meldeten plötzliche Anstiege der Temperatur ihrer Kühlsysteme. Der Pressesprecher der Supermarktkette ICA erklärte der Nachrichtenagentur TT, eine begrenzte Zahl von Geschäften sei über Nacht von einem Vorfall betroffen gewesen, der ihre Kühl- und Gefriergeräte beeinträchtigte. Eine Zahl der betroffenen Standorte nannte er nicht.

ICA Kvantum in Sjöbo erklärte auf Facebook, die Temperaturen in seinen Kühl- und Gefrierschränken seien auf bis zu 50 Grad gestiegen, und führte die Probleme auf einen Hackerangriff zurück. Die ICA-Gruppe bestätigte diese Erklärung nicht. Auch sechs Coop-Supermärkte meldeten Probleme mit ihren Kühlsystemen.

Quellen: Der Spiegel.