Die Demokraten in Texas hoffen, bei den Zwischenwahlen am 3. November 2026 deutliche Zugewinne zu erzielen. Der Senatskandidat James Talarico und die Gouverneurskandidatin Gina Hinojosa wollen republikanische Gegner aus dem Amt verdrängen. Das ist ein ehrgeiziges Vorhaben in einem Bundesstaat, in dem Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2024 mit 14 Prozentpunkten Vorsprung gewann.

Talarico und Hinojosa veranstalteten am 2. November ihre abschließende Wahlkampfveranstaltung im Stubb’s, einem Musiklokal im Zentrum von Austin. Die Stadt, die Verwaltungshauptstadt von Texas, ist eine demokratische Hochburg. Die Besucherinnen und Besucher äußerten die Hoffnung auf Veränderungen bei Themen wie politischer Korruption, Abtreibungspolitik, Wassernutzung und öffentlicher Bildung.

Einige Unterstützerinnen und Unterstützer sagten, sie stünden hinter den Kandidaten, weil sie die Korruption eindämmen wollten. Andere verwiesen auf das vollständige Abtreibungsverbot in Texas und dessen Auswirkungen auf die Müttersterblichkeit; eine Besucherin kritisierte außerdem den Ausbau von Rechenzentren, da diese große Mengen des Wassers im Bundesstaat verbrauchten. Auch die Unterstützung von Investitionen in öffentliche Schulen wurde angesprochen.

Dem Berichten zufolge liegt der 37-jährige Talarico in Umfragen vor dem Republikaner Ken Paxton. Seit 1988 hat Texas keinen demokratischen Senator mehr gewählt. Ein Sieg Talaricos wäre daher möglicherweise eine historische Wende.

Quellen: Le Monde International.