Ersten Prognosen zufolge haben Die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen gegenüber den Republikanern deutliche Zugewinne erzielt, obwohl die Auszählung der Stimmen noch andauert. Die Partei dürfte Senatssitze in Iowa, Kansas und Texas gewonnen und zudem dem Republikaner Greg Abbott das Gouverneursamt in Texas abgenommen haben.

In Iowa besiegte der Demokrat Josh Turek die Republikanerin Ashley Hinson, wie eine Prognose der Associated Press auf Grundlage von Wählerbefragungen und der bislang ausgezählten Ergebnisse ergab. Turek, Paralympics-Rollstuhlbasketballer und zweifacher Goldmedaillengewinner, wurde vom ehemaligen Präsidenten Barack Obama unterstützt. Damit gewinnen die Demokraten einen zuvor von den Republikanern gehaltenen Sitz, der sich im Rennen um die Kontrolle über den 100 Sitze umfassenden Senat als wichtig erweisen könnte.

Auch Kansas wählte erstmals seit 1932 wieder einen demokratischen Senator: Der Pastor Adam Hamilton dürfte den republikanischen Amtsinhaber Roger Marshall besiegen. In Ohio wurde der frühere Senator Sherrod Brown von CNN und CBS als Sieger über den republikanischen Amtsinhaber Jon Husted prognostiziert.

In Texas dürfte die Demokratin Gina Hinojosa Abbott besiegen, wie Prognosen der Associated Press und von CNN ergaben. Damit enden mehr als 30 Jahre republikanischer Kontrolle über das Gouverneursamt. Hinojosa, 52, wäre die erste Latina an der Spitze des Bundesstaats. Dem Bericht zufolge gewann auch der Demokrat James Talarico einen Senatssitz in Texas.

Hinojosas Sieg gelang trotz der Unterstützung Abbotts durch einen Ölmanager und den Tech-Milliardär Elon Musk. Sie kritisierte den Gouverneur dafür, wohlhabende Menschen zu begünstigen und das Leben teurer zu machen. Auch der rasche Ausbau von Rechenzentren in Texas wurde zu einem Thema, das sie in ihrem Wahlkampf aufgriff.

Den Prognosen zufolge dürften die Demokraten in mindestens sechs Bundesstaaten Senatssitze hinzugewinnen, darunter South Carolina. In Maine besiegte der Demokrat Troy Jackson die Republikanerin Susan Collins, die ihren Senatssitz seit 1996 innehatte und ihre Niederlage einräumte.

Bei den Zwischenwahlen standen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat zur Wahl. Als die Ergebnisse gemeldet wurden, wurden die Stimmen noch ausgezählt.

Quellen: Der Spiegel.