Francisco Erike da Silva Araújo wurde am Sonntag bei einer Auseinandersetzung mit dem Mithäftling Marcos Paulo Pinheiro Viana da Silva in der Haftanstalt Professor José Jucá Neto (Itaitinga III) in Itaitinga im Großraum Fortaleza getötet, teilte das Sekretariat für Strafvollzugsverwaltung und Resozialisierung von Ceará (SAP) mit. Die Behörde erklärte, die beiden Männer gehörten kriminellen Organisationen an, die ursprünglich aus São Paulo beziehungsweise Rio de Janeiro stammten.

Justizvollzugsbeamte griffen ein und brachten Araújo zu den medizinischen Fachkräften der Einrichtung. Er hatte Verletzungen am Hals und an der Brust. Die SAP teilte mit, das Personal habe Erste Hilfe geleistet und den Rettungsdienst gerufen, dessen Team seinen Tod im Gefängnis bestätigte.

Marcos wurde zu einer Polizeiwache gebracht und wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt. Bei einer Anhörung zur Haftprüfung am Montag ordnete ein Richter seine Untersuchungshaft an. Das Gericht verwies auf die Umstände der Tötung, bei der in einem Gefängnis eine selbstgebaute Klingenwaffe gegen lebenswichtige Körperbereiche eingesetzt worden sei.

Der Richter merkte außerdem an, dass Marcos wegen Raubes und eines weiteren Tötungsdelikts verurteilt worden sei und dafür eine Freiheitsstrafe von 39 Jahren, sechs Monaten und 20 Tagen erhalten habe. Zudem sei er bereits aus der Haft geflohen und habe vier schwere Disziplinarverstöße im Gefängnis begangen. Marcos sagte den Ermittlern, er habe Araújo die Waffe abgenommen und in Notwehr gehandelt; das Gericht erklärte, dass in diesem Verfahrensstadium nicht genügend Beweise vorlägen, um diese Darstellung zu stützen.

Quellen: G1.