NATO-Vertreter sollen sich diese Woche in Brüssel mit Vertretern aus Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten treffen, um darüber zu beraten, wie der Krieg in der Ukraine auf „gerechte und nachhaltige“ Weise beendet werden kann, sagte NATO-Sprecherin Allison Hart. Italien gehört nicht zu den eingeladenen Ländern, was Kritik von Oppositionspolitikern hervorrief.
Luca Pirondini, Fraktionsvorsitzender der Fünf-Sterne-Bewegung im Senat, bezeichnete Italien als das einzige europäische G7-Land, das bei dem Treffen außen vor bleibe, und machte die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni für den aus seiner Sicht schwindenden internationalen Einfluss des Landes verantwortlich. Außerdem kritisierte er Italiens Unterstützung für die Wiederaufrüstung und die fehlende Rolle des Landes in den Gesprächen über Europas Zukunft.
Stefano Patuanelli, stellvertretender Vorsitzender der Fünf-Sterne-Bewegung, sagte, die Einladungsliste widerspreche Melonis jüngster Aussage, das Verhandlungsformat E3 sei überholt. Er argumentierte, Italien drohe zum Zuschauer zu werden, während andere Länder über Friedensbedingungen, Sicherheitsgarantien und die künftige Struktur Europas berieten.
Der Senator der Demokratischen Partei Alessandro Alfieri sagte, das E3-Format spiegele die Bandbreite der europäischen Positionen zur Ukraine nicht angemessen wider. Er forderte ein erweitertes E5-Format unter Einbeziehung Italiens und Polens und rief Meloni sowie Außenminister Antonio Tajani dazu auf, dafür zu sorgen, dass Italien an europäischen diplomatischen Initiativen zur Beendigung des Konflikts beteiligt wird.
Quellen: La Repubblica.