In „Wild Horse Nine“ wandern zwei CIA-Agenten verschiedener Generationen durch die ungewöhnliche, malerische Landschaft der Osterinsel und sprechen über das Leben, den Tod und die unwahrscheinliche Freundschaft zwischen ihnen. Der Film des irischen Filmemachers Martin McDonagh kommt laut der vorliegenden Rezension am Donnerstag, dem 5. November, in die brasilianischen Kinos.

Die Geschichte begleitet die Agenten auf einer letzten Mission kurz vor dem Militärputsch in Chile 1973, den die Vereinigten Staaten finanzierten. Der ältere, kranke Agent zieht den Zorn seiner Vorgesetzten auf sich, indem er sich in der Öffentlichkeit offen äußert und seine Erinnerungen für eine geplante Autobiografie aufzeichnet – ein unerwünschtes Vorhaben in der Welt der internationalen Spionage.

John Malkovich spielt den erfahrenen Spion, einen politisch unkorrekten, süchtigen CIA-Agenten, der an Staatsstreichen gegen Demokratien beteiligt war. Laut der Rezension bringt Malkovich den Charme und die Abstoßendheit der Figur in Einklang und macht sie zu einem unverbesserlichen, aber sympathischen Mann, der sich seiner eigenen Sterblichkeit stellen muss. Sam Rockwell spielt sein jüngeres Gegenstück; auch Steve Buscemi ist im Film zu sehen.

Die Besetzung erinnert an Colin Farrell und Brendan Gleeson, die in McDonaghs „Brügge sehen… und sterben?“ und „The Banshees of Inisherin“ mitspielten. Die Rezension erkennt hier jedoch einen anderen Ton: Die Beziehung zwischen Malkovich und Rockwell ist zärtlicher und weniger schroff, passend zum Kontrast zwischen der besinnlichen Stimmung des Films und der sonnigen Kulisse der Osterinsel.

McDonaghs vertrauter Ansatz hätte sich wiederholen können, merkt die Rezension an, doch der Witz des Drehbuchs und die schauspielerischen Leistungen halten den Film fesselnd. Auch die helle Kameraarbeit von Ben Davis und der flotte Schnitt von Mikkel E. G. Nielsen verleihen ihm mehr Dringlichkeit. Die Rezension beschreibt den Film als weniger tiefgründig oder grenzüberschreitend als einige frühere Werke des Regisseurs, verweist jedoch auf die aktuelle Relevanz seiner Darstellung amerikanischer politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme.

Laut der Rezension wird „Wild Horse Nine“ bereits als möglicher Kandidat für die Oscars 2027 gehandelt; außerdem hält sie es für möglich, dass Malkovich seinen ersten Academy Award gewinnt. Rockwell erhielt zuvor den Oscar als bester Nebendarsteller für „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“.

Quellen: G1.