Nordkorea hat eine Beteiligung am Hack der Kryptobörse Binance im Umfang von 6,3 Milliarden Dollar bestritten und die Vorwürfe als „absurde Rhetorik“ bezeichnet. Kim Yo-jong, eine hochrangige nordkoreanische Funktionärin und Schwester von Staatschef Kim Jong Un, sagte, die Anschuldigungen seien ein Versuch der Vereinigten Staaten, dem Ansehen des Landes zu schaden.
Das FBI, der Secret Service und Cyberanalysten haben den Angriff Nordkorea zugeschrieben. Blockchain-Analysten und das FBI sagen, er sei von TraderTraitor angeführt worden, einer staatlich unterstützten Hackergruppe, die auch als Lazarus Group bekannt ist. Das FBI hat Branchenpartner aufgefordert, Transaktionen mit Kryptowährungskonten zu blockieren, die mit der Gruppe in Verbindung stehen.
In einer Erklärung sagte Kim, Washington betreibe erneut eine „abgedroschene Provokation“, indem es Nordkorea mit dem Vorfall in Verbindung bringe. Sie wies auch Behauptungen zurück, Cyberkriminalität weltweit gehe auf ihr Land zurück, und erklärte, Pjöngjang lehne böswillige Aktivitäten im Cyberraum ab.
Binance erklärte, erste Überprüfungen hätten darauf hingedeutet, dass der Laptop eines Ingenieurs kompromittiert worden sei, wodurch ein Angreifer unbefugte Abhebungen vornehmen konnte. Der Handel mit wichtigen Kryptowährungen wurde wieder aufgenommen, nachdem die Börse mit den Emittenten zusammengearbeitet hatte, um die betroffenen Vermögenswerte einzufrieren.
Binance teilte mit, dass Kunden Vermögenswerte im Wert von mehr als 3,6 Milliarden Dollar abgehoben hätten, als die Börse nach der Aussetzung der Transaktionen wieder öffnete. Das Unternehmen erklärte, es werde die Verluste decken, und habe bislang rund 95 Prozent der gestohlenen Vermögenswerte abgedeckt.
Quellen: BBC News World.