Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung und First Lady Kim Hye-kyung erhielten am Dienstag, dem 3. November, neue Reisepässe, nachdem Angaben aus ihren Pässen und den Pässen von 166 weiteren Personen online offengelegt worden waren, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender KBS. Das Datenleck wurde am Vortag bekannt; daraufhin bezeichnete das Präsidialamt den Vorfall als schwerwiegend.
Die Informationen wurden am 2. Juni auf der Website eines Anbieters von Antivirensoftware in einer Datei mit dem Titel „Passagierliste (Republik Korea–Belgien)“ hochgeladen. Sie betrafen Personen, die während Lees Junireise nach Belgien, Italien und Frankreich an Bord des Präsidentenflugzeugs gereist waren. Dort nahm er am G7-Gipfel in Évian teil.
Die offengelegte Datei enthielt Namen auf Koreanisch und Englisch, Zugehörigkeiten, Berufsbezeichnungen, Geburtsdaten, Passnummern und Ablaufdaten. Zu den Betroffenen gehörten Mitarbeiter des Präsidialamts, Außenminister Cho Hyun und Journalisten, die über den Präsidenten berichteten.
Quellen: Le Monde.