Das urbane Leben hat eine lange Geschichte. Wenn Städte mit dem Übergang zu sesshaften Gemeinschaften entstanden, ist die Vorstellung von Urbanität als Lebensweise und Kultur mindestens 10.000 Jahre alt. Frühe Städte wie Jericho, Çatalhöyük und Uruk brachten auch die ersten Vorstellungen von öffentlichem Raum und politischem Leben hervor.

Die Verbindung zwischen Städten und Politik ist grundlegend, argumentiert der Artikel. Aristoteles beurteilte den idealen Stadtplatz danach, wie weit die Stimme eines Menschen tragen konnte – ein Ausdruck der Beziehung zwischen dem öffentlichen Versammlungsort und der politischen Gemeinschaft.

Heute haben Luxusgeschäfte, die während der Proteste mit Spanplatten verbarrikadiert wurden, diese zu einem auffälligen Merkmal der Stadtzentren gemacht. Der Anblick ist trostlos, doch die Proteste machen städtische Räume auch wieder zu politischen Orten.

Quellen: Süddeutsche Zeitung.