Die erste Nacht der Route du Rhum erwies sich für die Ultim-Klasse als intensiv, wobei Tom Laperche nach dem Passieren von Cap Fréhel die Führung sicherte. Er befindet sich derzeit in einem engen Duell mit Armel Le Cléac'h, der zum Kontrollpunkt um 8:00 Uhr am Montag 30 Meilen zurückliegt. Laperche beschrieb die Nacht als herausfordernd und stellte fest, dass seine Crew mehrfach Segel wechseln musste und Geschwindigkeitsunterschiede von nur einer halben Knoten zwischen den Konkurrenten navigieren musste.

Das Rennen begann mit einer Kollision zwischen Violette Dorange und Romain Pilliard am ersten Abend. Beide Segler wichen nach Roscoff aus, um Schäden an ihrem Foil bzw. dem Vintage-Trimaran-Schwimmer zu reparieren. Trotz dieses frühen Vorfalls blieb die Ultim-Flotte während der Nacht aktiv und fuhr mit hohen Geschwindigkeiten, nachdem sie die Scilly-Inseln passiert hatten.

Anthony Marchand, der lange Zeit auf dem dritten Platz lag, ist aufgrund eines technischen Problems mit seinem zentralen Ruder auf den sechsten Platz zurückgefallen. Das Problem zwang ihn, seinen Trimaran zu stoppen, der bei der letzten Austragung des Rennens gewonnen hatte, wodurch seine Konkurrenten vorbeiziehen und auf über 30 Knoten beschleunigen konnten. Thomas Coville hält den dritten Platz und wird von Charles Caudrelier dicht verfolgt.

In anderen Kategorien führt Sam Goodchild die Imoca-Flotte an, Basile Bourgnon steht an der Spitze der Ocean Fifty-Klasse und Guillaume Pirouelle liegt an der Front der Class 40-Division. Das Rennen ist mit einem sehr hohen Tempo gestartet, wobei für die Ultim-Klasse später am Tag erste meteorologische Komplikationen erwartet werden.

Die offiziellen Platzierungen um 8:00 Uhr am Montag listen Tom Laperche (SVR Lazartigue) als Führenden mit 2.981,7 Meilen bis zum Ziel auf. Armel Le Cléac'h (Maxi Banque Populaire XI) liegt 30 Meilen zurück, gefolgt von Thomas Coville (Sodebo Ultim 3) mit 47,9 Meilen und Charles Caudrelier (Maxi Edmond de Rothschild) mit 64,5 Meilen Rückstand. Louis Burton, Anthony Marchand, Guirec Soudée und Alexia Barrier runden die Top-8-Platzierungen ab.

Quellen: Le Figaro.