Die südkoreanischen Behörden haben Ermittlungen aufgenommen, nachdem persönliche Daten von Präsident Lee Jae-myung und mehr als 160 Amtsträgern online gefunden worden waren. Die veröffentlichten Daten umfassten Berichten zufolge Passnummern und Geburtsdaten.
Lokalen Medien zufolge wurden die Dokumente im Juni auf VirusTotal hochgeladen. Auf der Plattform können Nutzer Dateien und Webadressen auf mögliche Schadsoftware überprüfen. Die Informationen über das Präsidentenpaar und hochrangige Amtsträger, die Lee auf einer Europareise begleiteten, könnten fast fünf Monate lang zugänglich gewesen sein.
Wer die Dokumente hochgeladen hat und welches Motiv dahintersteckte, ist unbekannt. Das Außenministerium hat die Pässe aller Betroffenen erneuert und erklärt, die Informationen seien von der Website entfernt worden.
Der Sprecher des Außenministeriums, Park Doo-soon, sagte, das Ministerium arbeite mit der Nationalen Polizeibehörde und weiteren Organisationen zusammen, um herauszufinden, wie die Informationen offengelegt wurden. Er bezeichnete den Vorfall als Datenleck und nicht als Cyberangriff und sagte, die Behörden untersuchten Computer und E-Mail-Konten, die vor Lees Europareise genutzt worden waren.
Quellen: Le Figaro.