Donald Trump hat erklärt, die Vereinigten Staaten würden ihre jährliche Finanzhilfe für Israel ab Januar 2027 einstellen. Er bezeichnete die Mittel als unnötig und als politische Belastung für die Republikaner. Die Ankündigung machte er in einem Telefoninterview mit Fox News, während die Amerikaner bei den Zwischenwahlen ihre Stimme abgaben.

Trump sagte, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe den Vorschlag angesprochen. Netanjahu habe ihm zufolge gesagt, Israel brauche das Geld nicht und wisse, dass die Hilfe zu einer Quelle politischer Spannungen geworden sei.

Der Präsident sagte, die Hilfe sei bei vielen Amerikanern unbeliebt geworden und werde von der Linken als Argument gegen die Republikaner eingesetzt. Er bezeichnete Israel als wohlhabendes Land und sagte, er und Netanjahu hätten vereinbart, dass es auf die Mittel verzichten könne.

Die Ankündigung betrifft die jährliche Finanzhilfe, nicht unbedingt US-Waffenverkäufe oder andere Formen der Unterstützung. Ein 2016 unter Präsident Barack Obama unterzeichnetes Abkommen verpflichtete die Vereinigten Staaten, Israel bis 2028 jährlich 3,8 Milliarden Dollar für seine Streitkräfte bereitzustellen. Trumps angekündigter Zeitplan würde diese Hilfe ein Jahr früher beenden.

Netanjahu hat zuvor gesagt, Israel solle weniger von US-Hilfe abhängig werden, und angedeutet, die Zahlungen könnten vorzeitig auslaufen. Es bleibt unklar, ob Trump seine Ankündigung umsetzen wird.

Quellen: La Vanguardia.