Einwohner Kiews erhielten am späten Sonntag eine Reihe ungewöhnlicher Warnungen, darunter Hinweise auf Strahlung, einen Chemieangriff und Straßenkämpfe. Die Nachrichten erschienen innerhalb von etwa einer Stunde und unterschieden sich damit von den üblichen Benachrichtigungen vor anfliegenden russischen Drohnen oder Raketen.

Die Warnungen umfassten um 22:47 Uhr einen Strahlungsalarm, gefolgt von einer Nachricht über einen nuklearen Alarm in der gesamten Ukraine und eine anfliegende Oreschnik-Rakete. Weitere Nachrichten warnten vor einer chemischen Bedrohung und Straßenkämpfen in Kiew. Eine der Warnungen war auf Russisch verfasst, was zusätzlich darauf hindeutete, dass das System kompromittiert worden war. Um 23:53 Uhr wurde Entwarnung gegeben.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte auf Telegram, dass die Anwendung „Luftalarm“ wahrscheinlich Ziel feindlicher Eingriffe geworden sei. Sie teilte mit, es bestehe keine Strahlengefahr, und forderte die Menschen auf, ruhig zu bleiben und offiziellen Meldungen zu folgen.

Der gemeldete Vorfall wurde als offenbar groß angelegter Angriff beschrieben, der einen wichtigen Kanal betraf, über den Einwohner vor Raketen- und Drohnenangriffen gewarnt und aufgefordert werden, Schutz zu suchen.

Russische Behörden erklärten später, auch ihre eigene Warn-App sei gehackt und offline genommen worden. Eine ukrainische Hackergruppe übernahm die Verantwortung dafür, Nutzern in Russland gefälschte Warnungen über nukleare Sprengköpfe geschickt zu haben, obwohl der vorliegende Bericht keine unabhängige Bestätigung dieser Behauptung enthielt.

Die gemeldeten Cyberangriffe ereigneten sich, während die Ukraine und Russland ebenfalls Ziele angriffen, darunter Energieanlagen und Ölraffinerien. Angriffe wurden in Saporischschja und Odessa gemeldet.

Unabhängig davon wurde berichtet, dass der belgische Ministerpräsident Bart De Wever seinen Rücktritt einreichen werde, nachdem nächtliche Koalitionsgespräche keine Einigung über Kürzungen im Haushalt erzielt hatten. Er traf im Königlichen Palast in Brüssel ein, um König Philippe zu treffen, obwohl lokale Medien berichteten, man könne ihn auffordern, bis zu einer festgelegten Frist weiter nach einer Vereinbarung zu suchen.

Quellen: The Guardian World.