Der DAX dürfte am Mittwoch niedriger eröffnen, während Anleger die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen abwogen und weiterhin die Unternehmensbilanzen bewerteten. IG Markets taxierte den deutschen Leitindex mehr als zwei Stunden vor Handelsbeginn auf Xetra 0,5 % niedriger bei 25.730 Punkten. In der Nacht war er zeitweise bis auf 25.532 Punkte gefallen, bevor er sich etwas erholte. Am Dienstag schloss der DAX 0,5 % niedriger bei 25.864 Punkten.

Mehrere im DAX gelistete Unternehmen sollen ihre Ergebnisse vorlegen, darunter Fresenius, Heidelberg Materials, Continental und Scout24. BMW senkte nach Börsenschluss am Dienstag seine Prognose und nahm damit in diesem Jahr bereits die zweite Prognosesenkung vor. Der Autobauer erwartet nun für sein Automobilgeschäft eine operative Marge zwischen minus 0,5 % und 0,5 %, verglichen mit der vorherigen Prognose von 1 % bis 3 %.

Anleger reagierten außerdem auf Prognosen, wonach die oppositionellen Demokraten die Kontrolle über beide Kammern des US-Kongresses übernehmen würden. Ein Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus war erwartet worden, die Prognosen für den Senat waren jedoch weniger eindeutig. Die Aussicht auf einen von den Demokraten kontrollierten Kongress neben dem republikanischen Präsidenten Donald Trump ließ laut dem Bericht die Möglichkeit eines politischen Stillstands aufkommen.

Der Wahlausblick belastete die asiatischen Märkte. In Japan und Südkorea lagen die Verluste zeitweise bei mehr als 3 %. Japanische Technologiewerte, insbesondere Unternehmen mit Bezug zu künstlicher Intelligenz, belasteten den Nikkei. Hintergrund waren Bedenken, dass Zugewinne der Demokraten zu strengeren Vorschriften für Rechenzentrumsprojekte und geringeren Infrastrukturinvestitionen führen könnten. Der Nikkei machte einen Teil seiner Verluste wieder wett und schloss 1,4 % niedriger.

Die US-Märkte schlossen am Dienstag uneinheitlich. Der Nasdaq 100 legte um 0,7 % zu und beendete damit eine drei Sitzungen andauernde Serie kräftiger Verluste, während der S&P 500 um 0,4 % stieg. Der Dow Jones fiel um 0,4 %. Halbleiteraktien, darunter Nvidia, stützten den Nasdaq 100 und überwogen enttäuschende Geschäftsmeldungen von Apple und Palantir.

Die Ölpreise reagierten kaum auf die Wahlergebnisse. Brent-Rohöl notierte zuletzt rund 0,5 % höher bei knapp unter 103 US-Dollar je Barrel.

Quellen: Tagesschau.