Im Jahr 1992 verursachte ein Dokument, das die Namen von etwa 4.500 Personen enthielt, die als inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) in Halle registriert waren, erhebliches Aufsehen. Über dreißig Jahre lang blieben die Urheber dieser Veröffentlichung anonym, doch nun haben sie öffentlich über ihre Taten gesprochen. Die Liste enthielt klare und Decknamen sowie Wohn- und Einsatzorte von Personen, die zwischen 1986 und 1989 als Inoffizielle Mitarbeiter (IM) dienten. Im Gegensatz zu hauptamtlichen Mitarbeitern wurden diese Informanten angeworben, um heimlich Informationen über Menschen in ihrem privaten und beruflichen Umfeld zu sammeln.

Die Gruppe, die für das Leck verantwortlich war, bestand aus sieben Personen, die gemeinsam in langen Nächten im Geheimen arbeiteten, um die Akten abzuschreiben. Fünf von ihnen sind in der ARD-Dokumentation „Der große Stasi-Leak

Quellen: Tagesschau.