Lille und Bodo/Glimt trennten sich am vierten Spieltag der Champions League 0:0. Torhüter Berke Ozer zeigte eine Reihe wichtiger Paraden und sicherte dem französischen Team eine weiße Weste. Das Ergebnis beendete Lilles Serie von Gegentoren in jedem seiner ersten drei Spiele des Wettbewerbs, änderte aber wenig an der schwierigen Lage des Teams im Rennen um die Qualifikation.
Lille wirkte in der ersten Halbzeit gefestigt, ließ den Ball umsichtig laufen und verteidigte organisierter als in den vorherigen Europapokalspielen. Benjamin André prägte das Mittelfeld, während die Gäste bei mehreren Kontern zu Chancen kamen. Lille gelang es jedoch nicht, daraus ein Tor zu machen.
Nach der Pause wurde Bodo/Glimt gefährlicher, und Ozer hielt Lille mit Paraden in der 59., 67. und 84. Minute im Spiel. Die norwegische Mannschaft hatte in jedem ihrer vorherigen fünf Heimspiele in der Ligaphase der Champions League getroffen, fand aber keinen Weg am türkischen Torhüter vorbei.
Lille ging kontrolliert zu Werke, ließ im letzten Drittel jedoch die Präzision vermissen. Bakwa, Diaoune und Haraldsson versuchten allesamt, Gefahr zu erzeugen, doch keiner von ihnen konnte den gegnerischen Torhüter ernsthaft prüfen. Auch der durchnässte Kunstrasen wurde als Hindernis beschrieben, während Lille Schwierigkeiten hatte, den entscheidenden Moment zu finden, um die Abwehr von Bodo/Glimt zu überwinden.
Das Remis beendet Bodo/Glimts Serie von sechs Heimsiegen in Folge in der Champions League. Die Gastgeber steigerten sich in der zweiten Halbzeit und legten einen starken Schlussspurt hin, waren vor der Pause jedoch zurückhaltend aufgetreten. Jens Petter Hauge kam nur selten an den Ball, während Kapitän Patrick Berg versuchte, Akzente zu setzen, unter anderem bei Standardsituationen.
Lille war nach den Niederlagen in seinen ersten drei Champions-League-Spielen auf Punkte angewiesen. Die Qualifikation ist rechnerisch zwar noch nicht außer Reichweite, doch der Bericht bezeichnet die Aussichten des Klubs als zunehmend gering. Als nächste Gegner warten Bayern München, Stuttgart, Slovan Bratislava und Roma.
Quellen: Le Figaro.