Die Lebenshaltungskosten sind für die Wähler in Medina, Ohio, ein wichtiges Thema, während in den Vereinigten Staaten Zwischenwahlen stattfinden, die darüber entscheiden könnten, wer den Kongress kontrolliert. Die Rindfleischpreise stellen eine besondere Belastung dar und betreffen sowohl Erzeuger als auch Verbraucher, wie aus einem Bericht der RFI-Sonderkorrespondenten Justine Fontaine und François-Damien Bourgery hervorgeht.

Der 35-jährige Kelton Keller betreibt nördlich von Medina eine Rinderfarm, die sich seit fünf Generationen im Besitz seiner Familie befindet. Der Hof umfasst 120 Hektar und 180 Rinder. Keller sagt, der Betrieb baue sein eigenes Getreide an und produziere sein Heu selbst, doch die steigenden Kosten hätten die Landwirtschaft zunehmend erschwert.

Den Preis für Dünger beziffert er auf 680 Dollar pro Tonne und den für Agrardiesel auf 1,50 Dollar pro Liter. Keller sagt, beide seien im vergangenen Jahr teurer geworden, und er rechne mit einem weiteren Anstieg der Düngemittelkosten. Da der US-amerikanische Rinderbestand den niedrigsten Stand seit den 1950er-Jahren erreicht hat, seien auch die Rindfleischpreise gestiegen. Keller zufolge seien seine Produktionskosten und die Preise für fertige Produkte in ähnlichem Umfang gestiegen, sodass seine Gewinnspannen unverändert geblieben seien.

In einem nahegelegenen Supermarkt sagte der Kunde Anderson, er habe Steaks nur gekauft, weil sie im Angebot waren. Für andere ist Rindfleisch unerschwinglich geworden. Cheryl, eine Rentnerin, die in einer Lebensmittelausgabestelle sprach, sagte, Hackfleisch sei früher ein preiswertes Grundnahrungsmittel gewesen, doch die Inflation habe sie gezwungen, es nicht mehr zu kaufen.

Donald Trump führte im August Maßnahmen ein, um die Rindfleischimporte zu erhöhen und die Preise zu senken. Cheryl hofft, dass ein Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen Veränderungen bringen wird, auch wenn der Bericht anmerkt, dass für ihren Bezirk ein deutlicher Sieg der Republikaner erwartet wird.

Quellen: RFI.