Donald Trump bezeichnete demokratische Kandidaten bei einer Wahlkampfveranstaltung in Washington am Vorabend der Zwischenwahlen als „Extremisten“. Die Rede, die am Reflecting Pool des Lincoln Memorials stattfand, wurde als sein letzter persönlicher Wahlkampfauftritt in der Hauptstadt zur Unterstützung republikanischer Kandidaten beschrieben.
Trump nannte die Zwischenwahlen „die wichtigsten unseres Lebens“ und sagte, die Demokraten hätten „die extremste und gefährlichste Kandidatenliste der amerikanischen Geschichte“ aufgestellt. Er rief die Wähler dazu auf, zu entscheiden, „ob diese Extremisten an die Macht kommen oder nicht“.
Zu diesem Zeitpunkt deuteten Umfragen auf gute Aussichten für die Demokraten hin. Eine demokratische Mehrheit im Kongress könnte der Partei Mittel an die Hand geben, um Druck auf Trump auszuüben, darunter Ermittlungen gegen ihn und Mitglieder seiner Familie, Aufforderungen an Bundesbeamte, vor dem Kongress auszusagen, sowie mögliche Amtsenthebungsverfahren. Eine Amtsenthebung Trumps galt als unwahrscheinlich, doch solche Schritte könnten die öffentliche Meinung prägen und das Image der Republikanischen Partei vor der nächsten Präsidentschaftswahl beeinflussen.
Ein erheblicher Teil von Trumps Ausführungen befasste sich mit der Verteidigung der umstrittenen Renovierungsarbeiten am Reflecting Pool. Berichten zufolge wollte Trump das Becken blau streichen lassen, was zu einer Algenblüte und dazu führte, dass der Ort vorübergehend abgedeckt wurde. Der historisch bedeutsame Ort, an dem Martin Luther King Jr. in den 1960er-Jahren eine berühmte Rede hielt, war während der Unterbrechung für Besucher geschlossen. Trump sagte, Vandalismus am Becken habe den Eingriff notwendig gemacht.
Quellen: CNN Brasil.