Chega auf den Azoren hat die Regionalregierung gefragt, was sie zur Prävention und Behandlung von Spielsucht unternimmt. Anlass sind Zahlen, die auf einen starken Anstieg des Geldspiels unter Schülerinnen und Schülern im Alter von 13 bis 18 Jahren zwischen 2019 und 2024 hindeuten.
In einer Erklärung teilte die Partei mit, Daten des portugiesischen Instituts für Suchtverhalten und Abhängigkeiten (ICAD) belegten einen Anstieg um rund 11 Prozentpunkte – fast das Dreifache des zuvor erfassten Niveaus. Chega bezeichnete diesen Trend als besorgniserregend und brachte das Thema mit einer Anfrage im Regionalparlament zur Sprache.
Die Partei möchte wissen, wie viele Menschen auf den Azoren wegen Spielsucht Hilfe gesucht haben, welche spezialisierten Angebote der regionale Gesundheitsdienst bereitstellt, wie viele Präventionsmaßnahmen an Schulen stattgefunden haben und welche Mittel zur Bewältigung des Problems bereitgestellt wurden.
José Pacheco, Fraktionsvorsitzender von Chega in der Region, sagte, Spielsucht könne nicht nur die betroffene Person, sondern auch deren Familien beeinträchtigen. Er forderte konkrete Maßnahmen und Ergebnisse statt Versprechen oder Plänen, die nicht umgesetzt werden.
Pacheco warnte zudem, dass junge Menschen, darunter Minderjährige, mit Wetten und Glücksspiel in Berührung kommen. Die Partei erklärte, zu den möglichen Folgen zählten Schulden, Konflikte in der Familie, soziale Isolation und schwerwiegende psychische Probleme.
Quellen: Observador.