Ein Milzbrand-Ausbruch dezimiert derzeit die Flusspferdbestände im Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Behörden berichten, dass seit September, als Beobachter erstmals verdächtige Kadaver in der Gegend entdeckten, 30 Flusspferde gestorben sind. Laura Parker, die die Naturschutzprogramme im Park leitet, bestätigte am Dienstag per E-Mail, dass Laboranalysen Milzbrand als Todesursache verifiziert haben. Dieser Vorfall markiert den zweiten Ausbruch der Krankheit im Park seit dem letzten Jahr.

Die Situation entwickelt sich, während das Land mit einer schweren Ebola-Epidemie kämpft, die seit Mai mehr als 4.800 Menschenleben gefordert hat und die nationalen Ressourcen erheblich belastet. Mediziner, die regionale Milzbrand-Ausbrüche analysieren, warnen davor, dass die Krankheit eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit darstellt. Sie stellen fest, dass sie mit komplexen Problemen wie Nahrungsmittelunsicherheit, Konflikten und Armut zusammenhängt und ländliche Bevölkerungsgruppen mit begrenztem Zugang zur Gesundheitsversorgung unverhältnismäßig stark trifft.

Als Reaktion darauf sensibilisieren Parkbeamte aktiv die lokalen Gemeinschaften, um eine Exposition des Menschen zu verhindern. Frau Parker erklärte, dass die Behörden die Bewohner auffordern, kein Fleisch von betroffenen Kadavern zu berühren oder zu verzehren und alle Funde sofort zu melden. Die Strategie des Parks konzentriert sich auf Überwachung, sichere Verwaltung von Kadavern und Risikominderung für Wildtiere und Menschen. Teams überwachen derzeit die betroffenen Zonen, dokumentieren neue Todesfälle und koordinieren den sicheren Umgang mit und die Entsorgung der Überreste.

Quellen: The New York Times World.