Brasilagro plant trotz eines Abschlags auf den Aktienkurs kurzfristig kein Aktienrückkaufprogramm. Das Unternehmen priorisiert den Schuldenabbau, den CEO André Guillaumon unter den derzeitigen Bedingungen für eine bessere Verwendung des Kapitals hält als den Rückkauf von Aktien oder den Erwerb zusätzlichen Agrarlands.
Guillaumon sagte, das Unternehmen vergleiche die erwarteten Renditen aus dem Kauf von Land, dem Rückkauf eigener Aktien und der Rückzahlung von Schulden. Er schätzte, dass neue Landprojekte interne Renditen von 6 % bis 7 % erzielen könnten, während die Schuldentilgung nach Inflation eine geschätzte Rendite von etwa 9 % bis 10 % biete.
Der CEO sagte, die Aktien seien von der jüngsten Marktvolatilität beeinträchtigt worden, darunter ein Kursrückgang nach der Präsidentschaftswahl. Er bezeichnete den Rückgang bei Brasilagro als geringer als die Verluste in einigen zinssensiblen Sektoren und sagte, die Aktie habe begonnen, sich zu erholen. Ein stärkerer Kursrückgang könnte einen Rückkauf attraktiver machen, sagte er, doch derzeit sehe das Unternehmen keinen ausreichenden Grund, ihn durchzuführen.
Brasilagro beobachtet weiterhin Möglichkeiten zum Erwerb von Agrarland, da der finanzielle Druck in der Branche landwirtschaftliche Vermögenswerte auf den Markt bringen könnte. Jeder Kauf müsste Renditen bieten, die die Kapitalkosten des Unternehmens rechtfertigen. Guillaumon sagte, höhere langfristige Zinssätze machten neue Investitionen weniger attraktiv und erforderten eine disziplinierte Kapitalallokation.
Am Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2027 beliefen sich die bereinigten Nettoschulden auf 136,3 Millionen R$, ein Rückgang um 51 % gegenüber 280,5 Millionen R$ im Juni. Das Verhältnis der bereinigten Nettoschulden zum EBITDA der zurückliegenden zwölf Monate sank von 2,82 auf 1,05.
Guillaumon sagte, die Erholung des Aktienkurses werde vom Zinsverlauf und der operativen Geschäftsentwicklung des Unternehmens abhängen. Er verwies zudem auf die Erholung der internationalen Sojabohnenpreise und die Abwertung der Währung als Faktoren, die die landwirtschaftlichen Ergebnisse stützen könnten, und bekräftigte zugleich, dass der Schuldenabbau für das Unternehmen weiterhin Priorität habe.
Quellen: CNN Brasil.