Die Demokraten erzielen bei den US-Zwischenwahlen frühe Zugewinne. Erste Ergebnisse und Prognosen weisen auf Fortschritte im Repräsentantenhaus und einen in North Carolina gewonnenen Senatssitz hin. Die Kontrolle über den Senat bleibt ungewiss, da mehrere Rennen noch nicht entschieden sind.
Laut einer Prognose der Associated Press hatten die Demokraten mindestens drei zuvor von Republikanern gehaltene Sitze im Repräsentantenhaus gewonnen. In North Carolina gewann der Demokrat Jamie Ager einen Wahlbezirk, den zuvor ein Republikaner vertreten hatte. In Florida konnten die Demokraten ihre Sitze ebenfalls halten: Kathy Castor, Jared Moskowitz und Pia Dandiya verteidigten ihre Wahlbezirke trotz der von den Republikanern gezogenen Grenzen, die die Chancen der Partei dort verbessern sollten.
Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus standen zur Wahl. Die Republikaner gingen mit 218 Sitzen in die Abstimmung, die Demokraten hatten 215. Die frühen Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Demokraten die Mehrheit erringen könnten, doch das Ergebnis stand noch nicht fest.
In North Carolina besiegte der Demokrat Roy Cooper laut Prognosen der AP den Republikaner Michael Whatley im Rennen um einen Senatssitz. Die Demokraten gewannen auch in als sicher für die Partei geltenden Bundesstaaten, darunter Delaware, Colorado, Illinois und Massachusetts, und der amtierende Senator Jon Ossoff gewann in Georgia. Die Republikaner behielten ihre Sitze in Wyoming, Florida, Kentucky und West Virginia.
Mehrere Senatsrennen waren noch offen, wobei die Republikaner in einer Reihe davon als Favoriten galten. Die Demokraten müssten insgesamt vier Sitze hinzugewinnen, um die Kontrolle über die Kammer zu übernehmen.
Auch in 36 Bundesstaaten wurden Gouverneure gewählt. In Georgia zeigten Prognosen US-amerikanischer Medien, dass die Demokratin Keisha Lance Bottoms gewann. Sollte dies bestätigt werden, wäre sie die erste schwarze Frau im Amt einer Gouverneurin eines Bundesstaates. Die Demokraten behielten zudem mindestens sieben Gouverneursposten, darunter die von Kathy Hochul in New York und Josh Shapiro in Pennsylvania. Die Republikaner behielten mindestens zwei Posten; Prognosen von mindestens zwei Rundfunkanstalten zufolge gewann der Republikaner Byron Donalds aus Florida das Gouverneursamt und folgt damit auf den ebenfalls republikanischen Ron DeSantis.
Quellen: Tagesschau.